| Pläne
für die Zukunft Die Lebensgemeinschaft Alt-Schönow arbeitete an einer Erweiterung um ein Haus für 12 Lebensplätze (6 für werkstattfähige und 6 für schwerst behinderte betreute Erwachsene). Gleichzeitig wurde Platz gemacht für ein neu zu errichtendes Zentrum für Versammlungen und kulturelle Aktivitäten, das zum gemeinsamen Treffpunkt aller Bewohner der Lebensgemeinschaft , zu ihrem identitätsstiftenden Forum werden sollte - das Gemeinschaftshaus. Beide Projekte wurden im Oktober 2007 auf dem erworbenen Nachbargrundstück Alt-Schönow 3 realisiert. Vorstand, Heimleitung und Freundeskreis arbeiteten engagiert an der Verwirklichung dieses großen und ehrgeizigen Erweiterungsprojekts der Lebensgemeinschaft. Das Werkstatt- und Verwaltungshaus Ca. die Hälfte der Bewohner unserer Gemeinschaft sind nach Einschätzung des Arbeitsamtes "nicht werkstattfähig". Die Praxis zeigt aber, dass sie alle arbeitswillig sind, wenn die Arbeitsprozesse ihnen gemäß ausgelegt sind. Sie haben ein Recht auf Arbeit und wir fühlen uns ihnen gegenüber verpflichtet, sie in sinnerfüllte Produktions- und Dienstleistungsprozesse einzugliedern. Unsere Erfahrung bestätigt, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter in unseren Werkbereichen einen Lebenssinn dadurch gewinnen, dass das Arbeitsresultat, an dem sie beteiligt sind, in der Welt gebraucht wird. Mit professioneller Fachlichkeit werden Teppiche, feine Gewebe und Strickwaren hergestellt, Garten gestaltet und gepflegt sowie Wäsche gewaschen und geglättet. Bisher waren diese Arbeitsbereiche in Provisorien untergebracht, die auf Dauer nicht haltbar sind. Daher planten wir ein neues Gebäude für die interne Tagesstruktur auf dem Gelände unserer Einrichtung. Durch das ganzheitliche Konzept "Leben und Arbeiten" ist es möglich, auch Menschen gerecht zu werden, die in besonderem Maße angewiesen sind auf Vertrautheit des Ortes, auf flexible Abstimmung zwischen Lebens- und Arbeitsbereich, auf stufenweise Integration in eine Werkstatt, auf besondere Rücksichtnahme bezüglich ihrer psychischen oder physischen Konstitution. Das neue Gebäude beherbergt die Werkbereiche Textil und Wäscherei. Im Rahmen der baulichen Entwicklung und Veränderung auf unserem Gelände ist auch die Verwaltung in diesen Bauteil übergesiedelt. Verwaltungs- und Betreuungsfunktionen können so in einem Haus sinnvoll, d.h. mit optimalem Personaleinsatz, gekoppelt werden. Wenn unser Arbeitsleben im Sinne der hier begleiteten Menschen einen bleibenden Ort hat, kann sich auch Austausch und Kooperation mitentwickeln als Brücke zur Welt, die uns umgibt. Das neue Gebäude wurde Ende Januar 2009 bezogen. |
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