Café Findus, ein Blick hinter die Kulissen

Die meisten von euch kennen das Café Findus. Viele von euch kommen regelmäßig und genießen Kaffee, Kuchen oder Eis. Wir möchten euch an dieser Stelle mal erzählen, wer sich hinter dem Café Findus verbirgt und was alles nötig ist, damit alle einen schönen Nachmittag im Cafe verbringen können.

Cafe´ Findus wird von der Remise ausgerichtet.

Die Cafe´ Findus Woche ist gut geplant.

Schon am Montag geht’s los. Damit alle Alt-Schönower Bescheid wissen, dass wieder einmal ein Cafe´ Findus stattfindet schreibt einer der begleiteten Mitarbeiter am Montag eine Einladung. Auch die Kuchenrezepte werden bereits am Montag ausgesucht. Dafür bekommt eine begleitete Mitarbeiterin unser großes Backbuch mit vielen Fotos darin und sucht den Kuchen aus, der am leckersten aussieht.

Dann überlegen wir uns alle gemeinsam, welches Thema das Cafe´ haben soll. Dabei orientieren wir uns gern an der Jahreszeit oder an anstehenden Festen, sind aber auch offen für andere Ideen. So widmen wir z.B. auch immer wieder gern unser Cafe´ einzelnen Menschen aus Alt-Schönow, die einen Geburtstag oder einen Abschied im Rahmen des Cafés feiern möchten.

Am Dienstag kümmern wir uns um die Dekoration der Tische. Jeder Tisch soll hübsch geschmückt sein und die Dekoration soll unseren eigenen Händen entspringen. Es wird also gemalt, geschnitten und geklebt.

Wir müssen am Dienstag außerdem die Einkaufsliste schreiben. Wir schauen unsere Vorräte an und schreiben alles auf, was noch zum Gelingen unserer Kuchen fehlt.

Dienstagnachmittag ist dann Einkaufszeit. Wir gehen in den nahegelegenen Supermarkt und suchen aus den Regalen alles aus, was auf unserer Einkaufsliste steht. Für den Rückweg brauchen wir dann kräftige Träger. Zum Glück haben wir sie.

Herrliche Düfte durchziehen am Mittwoch die Remise und so manchem, nicht nur den zufälligen Besuchern, läuft das Wasser im Mund zusammen, denn: Mittwochs wird gebacken. Schon morgens fangen wir an.

Die Remise bäckt jeweils zwei Kuchen, den dritten Kuchen steuern ein kleines Team aus der Weberei bei.

Außerdem packen wir am Mittwoch große Kisten, mit allem was wir für das Cafe´ brauchen: Eisbecher, Milchkännchen, Zuckerdosen und vieles mehr.

Endlich ist der Donnerstag gekommen!

Auch am Donnerstag ist noch viel vorzubereiten. Meistens teilen wir die Gruppe. Während ein Teil in der Remise bleibt und sich um die Fertigstellung der Kuchen bemüht geht der andere Teil der Gruppe in den Saal. Tische und Stühle müssen gestellt und eingedeckt werden. Hierbei helfen vor allem unsere kräftigen Männer. Die am Vortag gepackten Kisten werden mit der Schubkarre zum Saal gefahren. Einer beschriftet noch unsere Tafel, die vor der Tür steht. Außerdem müssen wir am Donnerstag noch einmal einkaufen: Milch, Schlagsahne und Eis werden noch benötigt.

Nach der Mittagspause treffen wir uns alle im Saal. Jeder Helfer bekommt eine Cafe´ Findus Schürze umgebunden, damit auch alle gut zu erkennen sind. Jetzt werden in der Küche die letzten Vorbereitungen getroffen: die Sahne wird geschlagen, Kaffee und Kakao müssen gekocht werden und die Kuchenteller müssen vorbereitet werden, damit es nachher, wenn das Cafe´ voll ist, fix geht und keiner lange warten muss. Auch hierbei werden viele fleißige Hände benötigt. Ein begleiteter Mitarbeiter übt die Namen der verschiedenen Kuchensorten, damit er sie später den Gästen aufzählen kann. Spätestens jetzt merken wir auch, wenn wir etwas vergessen haben und nicht selten flitzt noch einmal der ein oder andere in die Remise zurück um das Vergessene zu holen.

Endlich ist alles fertig. Bevor die Gäste kommen darf jeder unserer Helfer ein Stück Kuchen essen – aber nur eins, damit für die Gäste etwas übrig bleibt. Das ist für Einige nicht immer ganz leicht zu akzeptieren.

Dann geht es los. Die ersten Gäste kommen. Es wird bedient, geplaudert und es werden fleißig in der Küche die Bestellungen bearbeitet. Nicht unerwähnt bleiben darf eine fleißige Helferin aus der Elternschaft, die uns im Cafe und in der Küche kräftig unterstützt: Eisbecher zubereiten, Kaffee nachkochen und die Spülmaschine versorgen sind wichtige Aufgaben, die uns den Rücken freihalten damit wir uns ganz auf unsere Gäste konzentrieren können.

Gegen 16 Uhr gehen dann alle Gäste nachhause. Der Saal wird jetzt noch grob aufgeräumt, die Bibliothek wieder hergerichtet und verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank verstaut.

Am Freitag sind wir meistens alle schon ganz schön müde. Die Woche war ziemlich anstrengend. Trotzdem gibt es auch heute noch viel zu tun: Vor allem muss der Saal aufgeräumt werden: Stühle und Tische wegtragen, Saal fegen, Küche aufräumen, Geschirr spülen, dann wieder alles in die Kisten verstauen und Rückfahrt mit der Schubkarre zurück in die Remise. Dann kommt die Belohnung: in der anschließenden Frühstückspause lassen wir uns die übriggebliebenen Reste an Kuchen und Kakao gut schmecken. Das haben wir uns verdient!

Wenn die Kisten ausgepackt sind und alles wieder aufgeräumt ist wird es noch einmal spannend. Wir setzen uns gemeinsam hin und zählen das Geld, das wir eingenommen haben. Manche unserer Besucher haben Gutscheinkarten, andere bezahlen selbstständig. Haben denn alle bezahlt? Unser Büchlein verrät es uns. Und: haben wir etwas verdient oder decken die Einnahmen geradeso die Ausgaben? Da ist ganz schön viel Rechnerei nötig.

Ihr seht also: hinter einem Cafe´Findus steckt viel Arbeit. Wir Remisenmitarbeiter sind jedesmal mit Freude dabei, denn trotz aller Arbeit ist uns das Cafe ´ein wichtiges Herzensanliegen. Der schönste Lohn ist dann wohl, wenn Bewohner und Kollegen aus tiefstem Herzen sagen: Das war wieder lecker!

Übrigens: bei der Auswahl der Kuchen orientieren wir uns gern am heimischen und saisonalen Angebot der Früchte. Die meisten Obstkuchen sind mit Früchten aus dem Alt-Schönower Garten gebacken. Auch die leckeren Fruchtsoßen für das Eis stammen aus eigener Produktion.

Und seit unsere Hühner legen, verwenden wir zum Backen fast ausschließlich Eier der Alt-Schönower Hühner.

Also, wir sehen uns- im Cafe´Findus!

Hier gibt es Informationen zur Remise